Mutter Paula Bonhoeffer mit ihren acht Kindern 1910 ©Gütersloher Verlagshaus1906
Dietrich Bonhoeffer, geboren am 4.Februar in Breslau, Studium der evangelischen Theologie, Dozent an der Berliner Universität, Studentenpfarrer.
1933
Dietrich Bonhoeffer gilt bereits als entschiedener Gegner der Nationalsozialisten. Er tritt für die Pflicht der Christen zum Widerstand gegen staatliche Unrechtshandlungen ein. Als Mitarbeiter der Bekennenden Kirche wird er zu einem der führenden Theologen der kirchlichen Oppositionsbewegung.
1934
ruft Bonhoeffer in Fanö zu einem Konzil aller Christen auf, das im Namen Gottes der Welt sagt: Frieden muss gewagt werden! Waffen und Abschreckung bringen nur trügerische Sicherheit!
1935
Eröffnung des Predigerseminars Finkenwalde.
1938
Kontakte zum politisch-militärischen Widerstand (Beck, Canaris, von Dohnanyi), der das Ziel verfolgt, Hitler und das Naziregime zu stürzen, eine baldige Kriegsbeendigung zu verwirklichen und ein neues Deutschland aufzubauen.
1940
Als Mitglied der Spionageabwehr nutzt Bonhoeffer seine ökumenischen Beziehungen, um für englische Unterstützung der Ziele des deutschen Widerstands zu werben.
Er schreibt einzelne Texte für eine „Ethik“, in denen er u.a. seine christliche Verantwortungsethik und das Lebensrecht aller Menschen darlegt.
1943
wird Bonhoeffer verhaftet und im Gefängnis Berlin-Tegel ohne Gerichtsverfahren gefangen gehalten. Hier entstehen 1944 die Briefe und Gedichte für „Widerstand und Ergebung“. Brisant ist darin sein theologischer Plan, biblische Begriffe für die mündige Welt in „voller Diesseitigkeit“ zu deuten.
Am 9. April 1945
wird Bonhoeffer nach einem Schauprozess im KZ Flossenbürg ermordet.