
Die Westdeutsche Frauenfriedensbewegung und ihre Ehrenpräsidentin Else Niemöller. Eine multimediale Lesung der Bonhoeffer-Niemöller-Stiftung mit der Ethnologin Jeanette Toussaint (Potsdam). Am 25. November starten die ersten Lesungen in Mörfelden-Waldorf (15 Uhr) und in Langen (19 Uhr). Es folgen Lesungen in Egelsbach und Frankfurt am Main. Dekanate, Gemeinden und interessierte Organisationen können weitere Termine vereinbaren.
Else Niemöller, Ehefrau des weltbekannten Pfarrers und hessischen Kirchenpräsidenten Martin Niemöller, war bis zu ihrem Tod 1961 Ehrenpräsidentin der Westdeutschen Frauenfriedensbewegung (WFFB). Die Organisation setzte sich für Frieden, Abrüstung und die Wiedervereinigung beider deutscher Staaten ein. Die Mitglieder arbeiteten überparteilich und hielten Kontakt zu sozialistischen Ländern. So gerieten sie schnell in Verdacht, verfassungsfeindlich und kommunistisch zu agieren. Das wirkte sich auch auf die Berichterstattung aus. Während im Westen erst spät über die WFFB informiert wurde, sind zahlreiche DDR-Nachrichtenbeiträge aus den 1960er Jahren dazu überliefert. Hier erweist sich die „Ostaufzeichnung“ – Produkt der gegenseitigen medialen Überwachung von Bundesrepublik und DDR – wieder einmal als Glücksfall.
Einen nichtoffiziellen Blick bietet der Dokumentarfilm „Da musst du doch was tun... - Über die Arbeit der Frauenfriedensbewegung Hamburg“ (1978) der renommierten Regisseurin Gisela Schanzenbach. In ihrem Abschlussfilm an der Hochschule für bildende Künste Hamburg begleitete sie die Arbeit der Gruppe und porträtierte ausgewählte Protagonistinnen. Einige von ihnen kommen auch in den DDR-Beiträgen zu Wort. So ist ein Blick aus Ost und West möglich.

Die Bonhoeffer-Niemöller-Stiftung fordert: EU-Sanktionen gegen Einzelpersonen in der EU beenden!
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Erklärung des Vorstands der Bonhoeffer-Niemöller-Stiftung