
Erklärung des Vorstands der Bonhoeffer-Niemöller-Stiftung
Potsdam/Wiesbaden, 25. Juni 2026. Nachdem sich das Stadtparlament im Herbst 2025 für den Erhalt des Rechenzentrums ausgesprochen hat, legte der Vorstand der Stiftung Garnisonskirche kurz vor Ablauf der Duldungsfrist am 31.07.2026 einen Vorschlag mit sieben Jahren weiterer Duldung und dem dann verpflichtenden Abriss vor. Dies hat sich die Oberbürgermeisterin weitgehend zu eigen gemacht. Die Bonhoeffer-Niemöller-Stiftung e.V. stellt fest und gibt zu bedenken:
Zunächst fällt der erstaunliche Zeitdruck auf.
Wenn die Stiftung Garnisonkirche so kurz vor Vertragsende mit so weitreichenden Vorschlägen auftritt, kann sie nicht erwarten, dass alle springen. Was es zunächst braucht, ist also Zeit, um mittlerweile drei rechtliche Gutachten abzuwägen. Die Stadt Potsdam braucht Zeit, ihre Interessen zu definieren und ihre Rechte zu wahren. Dem Stadtparlament Potsdam mit neun Fraktionen ist nicht zuzumuten, in wenigen Tagen kurz vor der Sommerpause möglicherweise sehr weitreichende ad-hoc-Entscheidungen zu treffen. Zu beteiligen ist die in dieser Frage sehr interessierte Stadtgesellschaft und vor allem sind es die 300 Selbständigen, deren materielle Basis die günstigen Mieten im Rechenzentrum sind, geht es doch um dessen Fortbestand.
Was spricht dagegen, die bestehende Duldung für das Rechenzentrum um ein halbes Jahr zu verlängern? Die Mieter und Mieterinnen erhalten einen entsprechenden Zusatz zu ihrem Vertrag und die Gremien der Stadt können in Ruhe und Sorgfalt für ein gutes Ergebnis weiterverhandeln. Diese Zeit kann auf avisierte Fristen angerechnet werden.
Zur 

Motto „AUFRECHT JETZT.“ finden im Kloster Frenswegen (Nordhorn) im April und Mai 2026 eine konzertante Lesung und vier thematische Abende zu Dietrich Bonhoeffer statt.